Jahresabschluss 2026: Was Sie für Ihr KMU jetzt im Herbst vorbereiten können

Jahresabschluss 2026: Was Sie für Ihr KMU jetzt im Herbst vorbereiten können

Es ist bereits Oktober und der Jahresabschluss scheint noch weit weg zu sein. Doch gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt, wichtige Vorbereitungen für den Abschluss zu treffen. Wer frühzeitig Ordnung schafft, offene Punkte klärt und die Zahlen im Blick behält, vermeidet unnötigen Stress zum Jahresende. So kann zudem eine bessere Grundlage für unternehmerische und steuerliche Entscheidungen getroffen werden. Hier unsere 5 Tipps:

1. Prüfen Sie offene Debitoren und Kreditoren

Werfen Sie frühzeitig einen Blick auf Ihre offenen Rechnungen: Gibt es Forderungen, bei denen unklar ist, ob sie in diesem Jahr noch vollständig bezahlt werden? Fehlen Ihnen aktuell noch Lieferantenrechnungen für 2026? Gerade bei älteren Forderungen lohnt es sich zudem zu prüfen, ob Wertberichtigungen notwendig sein könnten. Eine saubere Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung erleichtert den Jahresabschluss erheblich.

2. Erfassen Sie Abgrenzungen und Rückstellungen rechtzeitig

Nicht alle Aufwände und Erträge lassen sich genau dem Rechnungsdatum zuordnen. Leistungen, die 2026 betreffen, aber erst 2027 verrechnet oder bezahlt werden, müssen allenfalls periodengerecht abgegrenzt werden.

Auch mögliche Rückstellungen, wie z.B. für Garantiefälle, Rechtsstreitigkeiten oder andere absehbare Verpflichtungen, sollten rechtzeitig geprüft und dokumentiert werden.

3. Vergessen Sie die Themen Inventar und Anlagen nicht

Für Unternehmen mit Warenlagern ist die Inventur ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses. Planen Sie daher frühzeitig, wann und wie die Bestände aufgenommen werden. Auch das Anlagevermögen verdient Ihre Aufmerksamkeit:

  • Wurden im 2026 Maschinen, Fahrzeuge oder andere Investitionen angeschafft oder verkauft?
  • Sind alle Anlagen korrekt erfasst?
  • Stimmen die geplanten Abschreibungen?


4. Prüfen Sie alle Löhne, Boni und Privatanteile

Zum Jahresende treten häufig auch Fragen rund um Löhne und weitere Vergütungen auf. Sind Boni oder Erfolgsbeteiligungen vorgesehen? Wurden Privatanteile (z.B. für Geschäftsfahrzeuge) korrekt berücksichtigt? Solche Themen lassen sich viel entspannter klären, wenn sie nicht erst Ende Dezember thematisiert werden.

5. Früh planen schafft Handlungsspielraum

Der grosse Vorteil einer frühzeitigen Vorbereitung liegt darin, dass Sie noch Reaktionszeit schaffen können. Vielleicht steht noch eine (kurzfristige) Investition an, eine Zahlung kann sinnvoll terminiert werden oder die Liquiditätsplanung für die kommenden Monate muss noch angepasst werden.

Fazit: Ein gut geplanter Jahresabschluss beginnt deshalb nicht erst am 31. Dezember. Wer bereits im Herbst die wichtigsten Themen und Positionen überprüft sowie offene Fragen mit der Treuhand- oder Revisionsstelle bespricht, schafft Klarheit uns Sicherheit. Genau so – und natürlich mit uns – starten Sie entspannter ins neue Geschäftsjahr.