Ihre Geschäftsidee funktioniert, die ersten Kundinnen und Kunden sind gewonnen und das Unternehmen wächst. Irgendwann stellt sich für Sie die Frage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen und eine AG zu gründen?
Eines vorneweg: Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Entscheidend ist, wie sich Ihr Unternehmen entwickelt und welche Ziele Sie in den nächsten Jahren verfolgen möchten.
Wann spricht vieles für eine AG?
Eine Aktiengesellschaft kann besonders dann interessant sein, wenn Sie ein weiteres Wachstum planen, Investoren aufnehmen möchten oder Beteiligungsverhältnisse klar regeln wollen. Auch bei einer späteren Nachfolge oder beim Verkauf des Unternehmens bietet die AG oft mehr Flexibilität und Möglichkeiten. Hinzu kommt: Die Haftung ist grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Das kann gerade bei zunehmendem Geschäftsvolumen ein wichtiger, ja schon fast essentieller Faktor sein.
Was Sie vielleicht schon in Erfahrung gebracht haben: Für die Gründung benötigen Sie ein Aktienkapital von mindestens CHF 100’000, wobei mindestens CHF 50’000 einbezahlt werden müssen.
Eine AG gibt mehr Struktur, bringt aber auch mehr Pflichten mit sich.
Mit der AG steigen die formellen Anforderungen. Dazu gehören unter anderem eine ordnungsgemässe Buchführung, ein Jahresabschluss sowie klar definierte Organe wie Verwaltungsrat und Generalversammlung.
Auch steuerlich verändert sich einiges. Die AG ist eine eigene juristische Person und wird separat besteuert. Gleichzeitig sollten Themen wie Lohn, Dividenden oder private Bezüge frühzeitig sauber geregelt werden.
Gerade bei einem Wechsel vom Einzelunternehmen oder von einer GmbH lohnt sich deshalb eine sorgfältige Planung.
Was gilt bei der Revisionspflicht?
Eine AG bedeutet nicht automatisch, dass eine aufwendige Revision notwendig ist. Kleinere Gesellschaften unterliegen grundsätzlich der eingeschränkten Revision.
Beschäftigt Ihr Unternehmen im Jahresdurchschnitt weniger als zehn Vollzeitstellen, kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar auf eine Revision verzichtet werden. Für dieses sogenannte «Opting out» müssen sämtliche Aktionärinnen und Aktionäre zustimmen.
Wächst das Unternehmen weiter, kann später eine ordentliche Revision erforderlich werden. Deshalb ist es sinnvoll, die entsprechenden Schwellenwerte und die Unternehmensentwicklung laufend im Blick zu behalten.
Wechsel zur AG: Nicht zu früh, aber auch nicht zu spät.
Die Rechtsform sollte immer zur aktuellen Situation und zu den nächsten Entwicklungsschritten passen. Eine AG nur wegen des «stärkeren» und dadurch professionellen Namens zu gründen, ist nicht wirklich sinnvoll. Doch wenn plötzlich Wachstum, Investoren, Haftungsfragen oder Beteiligungen wichtiger werden, kann sie genau der richtige Schritt sein.
Der df audit Tipp: Prüfen Sie den Wechsel nicht erst dann, wenn er dringend wird. Wer frühzeitig plant, kann steuerliche, finanzielle und organisatorische Fragen gezielt klären und unnötige Umwege vermeiden.
df audit begleitet Sie bei der Wahl der passenden Unternehmensstruktur und sorgt dafür, dass Ihr nächster Wachstumsschritt auch finanziell und administrativ auf einem soliden Fundament steht.
Kontaktieren Sie uns noch heute, wenn Sie vor der Entscheidung «AG gründen, ja oder nein?» stehen. Wir helfen Ihnen gerne weiter.